Ja, so geht es dann wohl immer so Weiter !

Leider sind die Möglichkeiten, weitere Sammelstücke zu erwerben, nun erschöpft. Es ist kein Raum mehr in der Herberge.

Aber ein Rad würde mich doch noch interessieren. Die Firma GRITZNER-Kaiser AG hat in den 1960er-Jahren ein GRITZNER Luxus ½ + ½ gebaut. Das war ein Steckrad, 26 Zoll. Wenn ich meine Sammelstücke etwas enger zusammenstelle, finde ich bestimmt noch einen Platz.

Langeweile wird sicher nicht aufkommen. Es gibt sicherlich noch viele Kleinigkeiten an meinen Rädern, die verbessert werden können. Auch werde ich Zeit haben, an den Veranstaltungen unserer Fahrradgruppe mit den verschiedenen Rädern teilzunehmen. Hin und wieder auch mal einen alten Schinken für einen Sammler wieder fahrbereit machen und weiter auf der Suche sein nach alten und besonderen Freilauf- und Schaltungsnaben der Firma Sachs aus Schweinfurt und Reichenbach.

Obwohl wir in Schleswig-Holstein die Firma Heinrich Böttcher in Heide haben, habe ich in meinem Besitz kein Rad der Firma. Während meiner Kindheit (in den 1950er-Jahren) musste ich immer mit Vater nach Heide zum Einkaufen bei Böttcher. Wir fuhren mit dem Motorrad (eine NSU-OSL 201 aus dem Jahr 1937, die hat mein Bruder geerbt). Vater hatte in seinem Rucksack die Kleinteile wie Pedalen, Ketten, Speichen, Griffe, Kleidernetze und Glocken auf dem Rücken. Ich war auf dem Sozius mit Felgen und Fahrraddecken bepackt und musste mich krampfhaft am Soziusgriff festhalten.

Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen während einer Veranstaltung. Ein Tischnachbar hatte wohl zugehört und erklärte mir, das er ein Klaue-Rad im Keller stehen hätte, das hätte er 1951 gekauft. Es wäre aber nicht mehr ganz vollständig. Das hätte damals eine Kettenschaltung und Scheibenbremsen gehabt. Ich könne mir das Rad abholen. Da kann man doch nicht nein sagen?

Gestern bekam ich ein Päckchen von einer Freundin meiner Frau. Sie hat für alle meine Damenräder farblich passende Stücke gestrickt für den Einstiegschutz. Werde wohl demnächst zu Nadel und Faden greifen und die Dinger anbringen.

Am 1. Mai 2008 waren meine gesammelten Werke alle auf dem Marktplatz der Stadt Barmstedt ausgestellt. Ein doch älterer Herr meinte, dass meine Räder sehr gut gepflegt wären und deshalb wollte er mir sein GÖRICKE-Herrenrad aus dem Jahr 1952 schenken. Einige Tage später schon brachte er mir sein gut erhaltenes GÖRICKE-Herrenrad mit der Rahmennummer 2165679.

Mit meinem ADLER-Rad bei der VFV 2-Tage-Fahrt am 15. und 16. Juli 2006 in Kaltenkirchen

Herzliche Grüße aus dem schönen Schleswig-Holstein und immer genügend Luft in den Speichen, das wünscht Euch

 

 Euer Werner Bies