Kellerfunde

Adler 1895 Foto P. Rüssmann

Sparta

 Im Keller hatte niemand so ein Ding rumliegen, aber ein total verrostetes 8-80 SPARTA-Rad konnte ich bei der Familie Rönnspeck in Süderstapel (an der Eider) auftreiben. Auch das original Rücklicht war noch zu gebrauchen. Das Kettenschutzblech musste von mir „nur“ entrostet und neu lackiert werden und schon war das 22 Zoll Sparta Rad fotogen. 

Ganz hab ich den Farbton wohl nicht getroffen.

Der Rahmen besteht aus gefalztem Blech, wie es in den Jahren bei der Herstellung von Mopeds auch üblich war.

Das Rad unterscheidet sich von den vielen anderen Klapp- und Steckrädern, weil es nicht in der Mitte des Rahmens zerlegt oder geklappt wird. 

Von dieser Seite fällt es nicht so auf.

Zusammen gesteckt oder getrennt wird das am Lenkerschalter , indem man die Verschraubung bzw. Mutter am Schalter nach oben dreht. Die Steckverbindung für die Lichtanlage kann man sehr deutlich auf diesem Bild erkennen. 

PUCH 20 Zoll Camping - Steckrad mit der Rahmennummer 2 862 487

Hergestellt von der Firma PUCH in Österreich Ende der 1960er-Jahre, mit einer STYRIA-Duomatic-Schaltung
(baugleich mit der Torpedo-Duomatic) 

Dieses besondere Exemplar sah ich bei der Familie Kutzner, wohnhaft in der Nähe von Stuttgart, die auf dem Campingplatz in Hohenhörn am Nord-Ostsee-Kanal zu Gast waren. Da ich noch ein anderes, sehr gut erhaltenes Steckrad im Keller hatte, das nicht in meine Sammlung passte, wurden wir uns einig. Wir haben die Räder getauscht. 

Der Verschluss in der Mitte des Rahmens

Die vordere Hälfte des Rades (unten der Stromkontakt ) 

Und hier das Hinterteil (sieht beinahe wie ein MG aus?) 

Bauer

Mein Bauer 28 Zoll Herrensportrad. Hergestellt von den BAUER- Fahrrad und Metallwerk in Klein Auheim bei Bad Wildungen gegr. 1911. Fahrräder wurden von 1922 - 1954 produziert. Später Weiterproduktion von den PANTHER - Werken in Bad Wildungen / ab 199 in Löhne/Westf. Ab 1929 Fertigung der Rahmen mit auf gelöteten Strahlen zur Verstärkung, statt Lackierung. Das Rad hat die Rahmennummer 2 001 583 mit einer Torpedo - Dreigangnabe Mod.55. Das Herstellungsjahr ist 1956, vermutlich bei den Panther - Werken. 

Rahmennummer 2 001 583 Herstellungsjahr 1956 ( Panther ?) 

Das Rad wurde mir von der Familie Ahlmann in Wilhelmshaven überlassen 

Aus Platzgründen habe ich das Bauer-Rad bei meinem Freund Jan Mohr zu seinen Bauer-Rädern gestellt,
damit seine Sammlung komplettiert wird. 

GRITZNER 28 Zoll Damenrad

Mein Freund Jan überließ mir aus seinem Fundus ein Gritzner-Damenrad für meine Gritzner-Sammlung.
Habe es wieder fahrbereit und fototauglich gestaltet. 

Es hat die Rahmennummer 918 101 und ist aus den 1950er-Jahren. Hat einen Witkopp-Sattel, eine Komet-A Nabe sowie einen original Gritzner-Lenker und das Kettenschutzblech hat einen Gritzner Schriftzug. 

Das Kunsteinrad für Artisten

Das wahrscheinlich von den Thuringia-Werken in Suhl gefertigt Kunsteinrad (ca. 1926) hat „Siggi“ Nietz aus Barmstedt für mich auf einem Flohmarkt erstanden. Nach dem Entrosten habe ich es mit Owatrol konserviert. 

Unser kleiner Freund, der Enrico, will noch etwas wachsen, ja, und dann geht es los. 

 

 

Die Ledersatteldecke hatten die „Ledermotten“ total zerfressen. Ein mir bekannter leidenschaftlicher Radfahrer der Alfred, der das Sattlerhandwerk erlernt hat, konnte das Gestell wieder neu bespannen. 

Das Kinderhochrad von SKYWAY

Die Firma Skyway in Redding/Kalifornien, USA, ist Hersteller von BMX-Rädern. Ob Skyway auch Hochräder gebaut hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Dieses Rad wurde wohl für Werbezwecke hergestellt und landete im Jahr 1970 bei der Familie Kalkho in Cloppenburg (Kalkho Fahrradfabrik / Oldenburg 1919-1987).

Enrico freut sich schon, das Rad mal fahren zu dürfen. Den Helm hat er sich zur Sicherheit schon aufgesetzt. 

Die Familie Kalkhoff war befreundet mit einer Familie in Hamburg-Schnelsen, die dort eine Fahrradhandlung und Werkstatt hatten. Dort hing das Kinderhochrad bis zur Geschäftsaufgabe als Dekoration im Geschäft . 

Auto-Bike / Automatic Transmission Modell 2200

Dieses Rad ist kein Oldtimer, es ist ein modernes Rad. Es wurde in Thailand für den US-amerikanischen Markt hergestellt. Gekauft wurde das Rad allerdings in Großbritannien. Es gelangte dann später nach Spanien, wo eine Bekannte, Frau Dittmann aus Schafstedt in Dithmarschen, es entdeckte und es mir mitbrachte. Da es ja technisch sehr interessant ist, habe ich es in meiner Sammlung aufgenommen, auf ein Gestell montiert und bei meinem Freund Jan Mohr zu seiner Sammlung gestellt (er hat mehr Platz).

Um es bei Tageslicht fotografieren zu können, haben wir das Automatic-Rad nach draußen gestellt.

Der US-Amerikaner Robert Dutil hat die Schaltung mit den Bezeichnung Automatic transmission for a bicycle and the Like-pedalet apparatus1984 als Patent angemeldet. Patent Nr. 4.598.920

In den Speichen sind die Fliehkraftgewichte so etwa wie die Speichestrahler befestigt und sind mittels einer stärkeren
Speiche mit einem Exzenter verbunden. Bei schneller Fahrt gehen die Gewichte nach außen, der Exzenter drückt die Kettenscheibe gegen die Kette und legt die Kette auf ein kleineres Ritzel. Wird die Geschwindigkeit wieder verlangsamt,
legt die Kette sich zurück, je nach der gefahrenen Geschwindigkeit. 

Das Tretlager mit dem Kettenblatt hat einen Leerlauf. Begeistert war ich von der Schaltung bei einer Probefahrt gerade nicht.