Hermann Klaue

Es hat Jahre gedauert, bis ich das Hermann Klaue Rad von meinem DB-Kollegen Herman Sturm übernehmen konnte. Er hat es im Jahr 1951 in Bremen bei der Firma Hoffmann in Bremen-Osterholz gekauft. Gefahren wurde das Rad von ihm bis zum Jahr 1998.

Hermann Sturm mit Hermann Klaue Rad 1996

Natürlich hatten einige Teile besonders gelitten und waren ausgewechselt worden. Das Tretlager war durch ein anderes Lager ersetzt worden. Leider aber passt nur ein Tretlager mit einer Achslänge von 148 mm, weil sonst die Tretkurbeln am Rahmen anschlagen. Ich vermute, dass Hercules deshalb den Gussrahmen hat ändern lassen.

160 mm vom Lagergehäuse bis zum „blauen Strich“ beim Hermann Klaue Rad.

180 mm vom Lagergehäuse bis zum blauen Strich beim Hercules 2000 und um es auch stabiler zu bekommen. Mit „List und Tücke“ habe ich das Problem mit einer 145 mm langen Tretlagerachse gelöst.

Ich hatte das Glück, dass der Dynamo mit der besonderen Halterung und Mechanismus die Jahre überstanden hat. 

Der Dynamo im Rahmen.

Hermann Klaue gilt als der Erfinder der Scheibenbremse in der Fahrradnabe. Die beiden Naben hatten die Jahre nicht überstanden, waren schon recht früh durch den täglichen Gebrauch (die Bremsen) verschlissen und wurden ersetzt. Heinz Fingerhut von der Firma Velo-Classic hatte noch Ersatz.

Die original Hermann Klaue Hinterrad Nabe. Ich habe nur die Original Hermann Klaue Vorderradnabe eingespeicht.

Die Vorderradgabel war total verbogen und wurde von meinem Freund Jürgen mit einer Presse wieder gerichtet. Bei der Gelegenheit fand ich dann auch die eingeschlagene Jahreszahl 2.51 auf dem Gabelschaft. Danke, Jürgen, dass Du jederzeit, wenn ich Rat und Hilfe benötige, für mich da bist! Im Hinterrad habe ich die noch in den 1950er-Jahren eingebaute Torpedo Nabe Modell 55 wieder eingespeicht, da mir Originalteile der Kettenschaltung fehlten.

Außerdem soll die Bremsleistung der Klaue Nabe nicht ausreichend sein.

Bei der Reparatur der Gabel konnte ich feststellen, dass das Hermann Klaue Rad im Original alublank gewesen ist, so wie der vorherige Besitzer H. Sturm es mir bestätigt hat.

Ich bedanke mich bei Heiko Petrich, Florian Löschenbrand, Heinz Fingerhut, Hans Sturm und besonders bei Jürgen Knobloch, die geholfen haben, dass das Hermann Klaue Rad, aus dem Jahr 1951, im beinahe Original-Zustand wieder fahrbereit ist und zu Ausfahrten zu Veranstaltungen von mir benutzt werden kann